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Redaktionelle Presseartikel, in denen Interessantes, Schauriges und Kurioses aus Oschatz oder von Oschatzern berichtet wurde  hat Grit Jähn gesammelt und „Oschatz-damals“ zur Verfügung gestellt. Sie finden diese Zeitungsausschnitte auch bei „facebook“ unter „Oschatz gefällt uns“ – aber es ist ja nicht jeder bei facebook angemeldet.

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7. Juli 1891: Deutscher Reichsanzeiger und
Preußischer Staatsanzeiger, Berlin

In der „N.A.Z“ wird geschrieben:  Im Verlaufe des Gewitters vom 1.d.M. war unweit unserer Stadt auf der rechten Seite der Chaussee nach Zöschau ein wunderbares Luftgebilde (Fata Morgana) sichtbar; am Schönsten war es 8 Uhr 5 Mtn, Abends. Am Horizont schien ein herrliches Gebirge, dessen Höhepunkte durch eine mit Bäumen besetzte Chaussee verbunden waren., hingezaubert zu sein. Die Bäume, von denen etw zwanzig sichtbar waren, hoben sich durch ihre Stämme und verschiedenartige Wipfelbildung deutlich vom Aether ab. Die Chaussee selbst, sowie der eine Felsen, welcher dem Königstein in der sächsischen Schweiz sehr ähnelte, waren namentlich sehr scharf begrenzt;


23. Dezember 1891: Volksblatt

Selbstmord in der Stephanskirche.
In dem altehrwürdigen Stephansdome hat sich Donnerstag Abends ein frevelhafter Vorfall zugetragen. Kurz bevor die Kirche geschlossen werden sollte hat sich daselbst ein junger Mann, der in einer der rückwärtigen Kirchenbänke Platz genommen, mit einem Revolver erschossen. Da nur mehr wenig Leute sich in der Kirche befanden, wurde ein größeres Aufsehen vermieden. Die Kirche wurde sofort geschlossen, es wurden Aerzte geholt, die aber nicht mehr helfen konnten. Bei dem Selbstmörder fand man Papiere, die auf den Namen Alfred Schuster, zu Oschatz in Sachsen gebürtig, 28 Jahre alt, Buchhändler, lauten. In Versen gibt der Selbstmörder an, daß ihn Liebesgram. Heimweh und drückende Schulden" zu der schrecklichen That verleitet haben. Die entweihte Kirche wurde Abends noch durch Se. Excellenz den hochw. Herrn Erzbischof Dr. A n g e r e r  reconcilirt.


10. April 1892: Deutscher Reichsanzeiger und
Preußischer Staatsanzeiger, Berlin


Das hier garnisonierende sächsische 1. Ulanen-Regiment „Kaiser Franz Josef“ feierte kürzlich sin 25jähriges Jubiläum. Bei dieser Gelegenheit überbrachte, wie die M.A.Z. mittheilt, der österreichische Militärbevoll-mächtigte in Berlin, Flügel-Adjutant Oberst Freiherr von Steininger, nachstehendes Handschreiben des Kaisers von Österreich.
„Lieber Oberst von Schimpff! Der 25. Jahrestag der Errichtung des Regiments bietet Mlr als dessen Chef den erwünschten Anlaß, dem gesammten Regiment Meine herzlichsten Glückwünsche zu diesen schönen Festtage auszudrücken. Gern knüpfe ich daran die zuversichtliche Hoffnung, dass die Zukunft des Regiments seiner glänzenden und ruhmreichen Vergangenheit stets ebenürdig bleibe. Indem ich dem schönen tapferen Regiment Meinen Gruß anbiete, versichere ich Sie, Herr Oberst, Meines besonderen Wohlwollens und bleibe Ihr wohlgeneigter Franz Josef“




14. November 1893: Jenaer Volksblatt

 



Wegen größerer Steuerhinterziehungen auf der Branntweinbrennerei des Rittergutes Groß-böhla bei Oschatz verhandelte das Leipziger Landgericht II gegen den Rittergutspächter Grunow, den Brennmeister Kuttler und den Brenngehilfen Ritter. Grunow hatte die Brennerei nur selten kontrolliert und dem langjährigen Brennmeister Kuttler volles Vertrauen geschenkt. Dieser aber machte sich der Steuerhinterziehung schuldig, um einen höheren Gewinnanteil für sich heraus-zúschlagen. Das Urteil des Gerichtshofes lautete gegen den Brennmeister Kuttler auf 10000 Mk. Geldstrafe, während der Rittergutspächter Grunow frei ausging. Wohl aber soll dieser subsidiär herangezogen werden, falls die Strafe von Kuttler nicht erlegt wird. Der Brenngehilfe Ritter erhielt eine Geldstrafe von 153 Mk.



15. und 20. Mai 1896: Abend-Presse

Distanzritt. Mehrere Officiere des 17. preußischen Uhlanen-Regiments, dessen Chef unser Kaiser ist, treten morgen, nach dem „Deutschen Sport“, einen Ritt von Oschatz (Sachsen) nach Wien an. Die unternehmenden Reiter sind der Commandeur des Regiments, Oberstllieutenant v. Haugk, die Rittmeister Freiherr v. Welck und Freiherr v. Salza, sowie die Lieutenante v. Eynard und v. Wolffersdorf. Der Distanzritt ist keineswegs als Parforcetour gedacht, sondern hat als Hauptzweck den Besuch Wiens zur Zeit der größten Sportfeste (21. Mai: Gr. Armee-Steeple-Chase; 22. Mai: Preisreiten; 25. Mai: Derby) denen sie als Ehrengäste beiwohnen werden. 

Die „Neue Freie Presse“, Wien berichtete am 20.05.1896 weiter:

[Der Distanzritt sächsische Offiziere.]
Aus Znaim wird gemeldet: Heute Nachmittags sind die sächsischen Officiere des Uhlanen-Regiments Kaiser Franz Joseph, welche von Oschatz nach Wien einen Distanzritt unter der Führung des Oberstlieutenants v. Haugk unternehmen, wohlbehalten eingetroffen. Morgen Früh geht es über Stockerau und Kornenburg weiter nach Wien; die Officiere werden morgen, Mittwoch, in den ersten Nachmittagsstunden in Floridsdorf eintreffen.




18. Juni 1899: ALLGEMEINE SPORT-ZEITUNG, Wien



HEUTE wird auf der Strassenstrecke Oschatz – Leipzig – Oschatz die 100 Kilometer-Meisterschaft des Sächsischen Radfahrer-Bundes abgehalten.
634 Mitglieder beträgt der Zuwachs an Mitgliedern des Deutschen Radfahrer-Bundes im letzten halben Jahre. Der Bund zählte am 1. Juni 43.347 Mitglieder.


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