in Wermsdorf ließ Kurfürst Christian II. im Jahre 1609 auf dem Gelände
des alten Rittergutes bauen. Dieses war sehr einfach gehalten und wurde deshalb schon bald auf Befehl des Kurfürsten Johann Georg I. von 1617
bis 1626 um- und ausgebaut. Baumeister Simon Hoffmann gab dem Schloss seine heutige Gestalt. 1626 bis 1628 diente es
als kurfürstliches Jagdschloss. Die Wirren des 30-jährigen Krieges unterbrachen jedoch bis 1685 die eigentliche Zweckbestimmung. 1685 benutzte
Kurfürst Johann Georg III. wieder das Jagdschloss. 1696 übergab Kurfürst August der Starke seinem Statthalter, Fürst Egon von
Fürstenberg, das Schloss mit dem Auftrag, die hiesigen Wälder für die Parforcejagd (Hetzjagd) einzurichten. Nach dem Tode Fürstenbergs
1716 übernahm August der Starke das Schloss mit gesamter Jagdeinrichtung, um es für den Kurprinzen weiter ausbauen zu lassen. Mit dem Bau der
Hubertusburg verlor das „Alte Jagdschloss“ seine Bedeutung. Es diente als Gästehaus
und Wohnung für Bedienstete. 1873 ließ der damalige sächsische König das Schloss wieder für seine Hofjagden einrichten. Bis
1918 war es königlicher Jagdsitz. Nach der Fürstenenteignung wurde die gesamte Einrichtung nach Moritzburg gebracht oder versteigert.
Aus den Räumen entstanden Wohnungen. Heute beherbergt das Alte Jagdschloss auch die Gemeindeverwaltung und einen Reitstall.
Quelle: www.wermsdorf.de |