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Firma Höppner |
![]() Kinderbekleidung bei uns und im Ausland stark gefragt Im Jahr 1957 erschien dieser Artikel in der LVZ. |
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Seit Beginn des zweiten Halbjahres 1957 arbeitet die Privatfirma A. Höppner in Oschatz mit staatlicher Beteiligung. Dieser Schritt der Betriebsleitung lag sowohl im Interesse der Leitung dieses Privatbetriebes als auch der im Betrieb beschäftigten Kollegen, vor allem der Frauen. Nicht zuletzt aber diente dieser Schritt unserer gesamten Gesellschaft. SSo wie in anderen Betrieben mit staatlicher Beteiligung, so haben auch die Kolleginnen und Kollegen der Firma Höppner, Oschatz, damit eine klare Perspektive erhalten. Sie können frei von Hemmungen direkt den gesellschaftlichen Interessen dienen und z. B. in Arbeitswettbewerben höhere Produktionsergebnisse erarbeiten. Dem privaten Unternehmer solcher Betriebe wird auf der anderen Seite ein angemessenes Einkommen entsprechend seinen Leistungen geboten. Infolge staatlicher Beteiligung hört die Sorge der Unternehmer für die Aufträge, die der Kapazität des Betriebes entsprechen, auf. Ebenso fällt in hohem Maße die Sorge um die im Betrieb zur Verarbeitung kommenden Materialien weg, weil die Kapazität der Betriebe mit staatlicher Beteiligung im Volkswirtschaftsplan eingerechnet wird. Die Produktion der Firma Höppner ist auf Babysachen und Kleinkinderbekleidung spezialisiert. Ihre Erzeugnisse sind nicht nur in unserer Republik selbst, sondern auch in anderen Ländern sehr begehrt. Gegenwärtig bestehen mit 11 kapitalistischen Ländern direkte Geschäftsverbindungen. Die Kolleginnen in den verschiedenen Arbeitssälen arbeiten für den Export, und das ist wohl schon ein Beweis dafür, daß sie eine gute fachmännische Arbeit leisten. Bildunterschrift links: In leuchtenden Farben läuft das Garn von den Garnsträngen auf die Spulen, um dann auf die Strickmaschinen aufgesteckt zu werden. Kollegin Vetter, nicht mehr die Jüngste im Betriebe, ist mit großer Aufmerksamkeit beim Spulen. Bildunterschrift rechts: Flinke und geschickte Hände erfordert die Arbeit der Kettlerin. Die Kollegin Sachse kettelt einen Kragen an das Jäckchen für ein Baby. Von ihrem Fleiß hängt es mit ab, die Nachfrage nach Kinderbekleidung zu befriedigen. Rechte Spalte / Fortsetzung: Kollege Hofmann gab uns bereitwillig Auskunft über die Beziehungen zum Ausland. Auf unsere Frage an ihn, welches Land der größte Abnehmer Höppnerscher Kinderbekleidung sei, erfuhren wir, dass es noch immer Island ist. Aber auch andere nordische Länder interessieren sich für die Produktion der Oschatzer Werktätigen. In diesem Zusammenhang ist es interessant zu wissen, dass die Kollegen ihren Exportplan mit 30 Prozent übererfüllen wollten. Sie erfüllten ihre Verpflichtung und haben bis jetzt schon das Doppelte von dem, was sie sich vornahmen, erreicht. Der Betrieb hat seinen Export insgesamt mit 160% erfüllt. „Unsere Produktion ist Massenbedarfsgut“, sagte uns Kollege Bethig, „und wir wissen, dass unsere Kinderbekleidung ein begehrter Artikel in den Verkaufsstellen der HO, des Konsums und des Einzelhandels ist. Davon zeugen Schreiben an unseren Betrieb. Aus diesem Grunde machen wir große Anstrengungen, gleichzeitig unsere Pläne für den Inlandsbedarf zu erfüllen. Um aber noch mehr zu produzieren, sind Neuanschaffungen zusätzlicher moderner Maschinen geplant." Auf unsere Frage, inwieweit die Belegschaft um die Erfüllung der Aufgaben der 33. Tagung des ZK der SED ringt, sagte Kollege Bethig: |
"Wir gehen äußerst sparsam mit unseren Garnen um. Dennoch anfallende unvermeidbare Abfallstücke können zum großen Teil im eigenen Betrieb zu Babymützchen und -höschen verarbeitet werden. Einzelne Teile finden sogar zur Herstellung von reizender Puppenbekleidung Verwendung. Diese verhältnismäßig niedrige Abfallquote verdanken wir den hohen Arbeitsfertigkeiten unserer Kolleginnen in allen Abteilungen." /font> Die Ursache für die hohe Planerfüllung durch die Kollegen des Betriebes ist, daß alle Angehörigen des Betriebes bestrebt sind, eine möglichst hohe Arbeitsproduktivität zu erzielen. Die Kollegen gehen sparsam mit jedem Faden um, sie vermeiden Arbeitszeitverluste und nutzen ihre Arbeitszeit voll aus, und vor allem, sie haben die denkbar niedrigste Ausschussquote in ihrer Produktion. Die Belegschaft und die Betriebsleitung können auf gute Erfolge in der Produktion blicken. Ihre künftigen gemeinsamen Beratungen sollen dem Finden weiterer Möglichkeiten zur Steigerung der Arbeitsproduktivität dienen. Die Schöpferkraft aller Angehörigen des Betriebes dient letzten Endes ihnen selbst, weil sie unserem Arbeiter-und-Bauern-Staat nutzt.
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